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Wärmebelastung Autor: Heiko Brunken, 18. September 2013

 


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Warmes Wasser - für uns eine Freude, aber für Fische können dies die entscheidenden Grade zu viel sein. Warmes Wasser kann weniger Sauerstoff lösen, sauerstoffzehrende Abbauprozesse im Fluss werden beschleunigt und die Enzyme kältegewohnter Arten kommen an ihre natürlichen Grenzen.

 

 

Unter nachfolgenden Link ist eine Literaturstudie über mögliche Auswirkungen der Kühlwasserentnahmen und -einleitung auf die Elbe bzw. deren Lebensgemeinschaften zugänglich:
Koordinierungsraum Tideelbe (2010): Literaturstudie zu den Auswirkungen von Kühlwasserentnahme und -einleitung auf das aquatische Milieu des Elbeästuars unter besonderer Berücksichtigung von Biomasseschädigungen des Phytoplanktons, des Zooplanktons und der Fischeier und Fischlarven sowie die Folgen auf den Sauerstoffhaushalt.

Elbefische kriegen schlechtere Lebensbedingungen - Kraftwerk Moorburg Hybridkühlturm. Eine Mitteilung von Ludwig Tent vom 25.09.2010:
"Der enorme Kühlwasserdurchsatz dieses Kraftwerks beansprucht große Teile des Elbe-Abflusses zu Zeiten geringer Niederschläge / geringen Abflusses. Dabei werden Unmengen an Gewässerorganismen inkl. insbesondere Fischlarven und Jungfischen vernichtet. Daher war eine den Gewässerschutz-Notwendigkeiten entsprechende wasserrechtliche Erlaubnis formuliert worden, um die Schäden zu minimieren. Dies betrifft unter anderem die Forderung nach Bau und entsprechendem Betrieb eines Kühlturms." Vollständiger Text der Mitteilung inklusive einer Pressemitteilung des Förderkreises Rettet die Elbe e.V.

Auszug aus dem EUCC-D Küsten-Newsletter 5/2010 vom Oktober 2010 zum Thema "Kraftwerk Moorburg: Vattenfall und Hamburger Umweltbehörde schließen Vergleich":
Das Hamburgische Oberverwaltungsgericht hat Mitte September einen gerichtlichen Vergleich zwischen der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) und der Vattenfall Europe Generation AG zur wasserrechtlichen Erlaubnis für das Kraftwerk Moorburg protokolliert. Kern des Vergleichs ist die Änderung der wasserrechtlichen Erlaubnis durch die BSU. Die geänderte Erlaubnis stellt sicher, dass der Süderelbe nur so viel Wasser für Kühlzwecke entnommen werden kann, wie dies zum Zeitpunkt der Entnahme gewässerökologisch verträglich ist (dynamisches Bewirtschaftungsmodell). Vattenfall akzeptiert, dass die Kühlwasserentnahme während der insbesondere für die Fischwanderung problematischen sauerstoffarmen Zeiten durch gegenüber der bisherigen Erlaubnis wesentlich strengere Sauerstoffgrenzwerte noch weiter eingeschränkt wird. Dafür darf außerhalb der zumeist sommerlichen Sauerstofftäler und wenn die Süderelbe ausreichend Wasser führt, im Rahmen einer modifizierten Entnahmebegrenzung künftig mehr Elbwasser entnommen werden als derzeit erlaubt, jedoch in keinem Fall mehr als die beantragten 64,4 m³/s.
http://www.vattenfall.de/de/pressemitteilungen-detailseite.htm
Naturschutzverbände indes kritisieren diese Vereinbarung, die zu Lasten des Schutzes der Elbe geht http://www.rettet-die-elbe.de/


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