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Aquaristik Autor: Heiko Brunken, 17. November 2013

 

Kaltwasseraquaristik

Fische in Aquarien zu halten, zu beobachten und zu studieren ist ein weit verbreitetes Hobby. Weniger weit verbreitet ist die Kaltwasseraquaristik, die sich mit Haltung Zucht und Beobachtung heimischer Arten beschäftigt. Doch auch auf diesem Gebiet gibt es engagierte Aquarianer, die nicht selten auch aktive Mitglieder in Aquarienvereinen und -verbänden sind, und schon viel zum Verständnis der Biologie heimischer Arten beigetragen haben.

Beim Halten einheimischer Fische in Aquarien ist eine besondere Sorgfaltspflicht geboten:

 

  • Das Halten der meisten Arten erfordert viel Erfahrung! Viele der heimischer Arten benötigen unbedingt spezielles Lebendfutter, viele sind sehr empfindlich gegenüber hohen Wassertemperaturen und geringen Sauerstoffgehalten.
  • Die Entnahme von Fischen aus der freien Natur ist - üblicherweise in den Fischereigesetzen der Bundesländer - gesetzlich geregelt. Gerade so genannte Kleinfischarten wie Steinbeißer, Groppen oder Elritzen unterliegen oft einem ganzjährigen Fangverbot! Ihre Bestände sind in der freien Natur vielerorts gefährdet!
  • Das Austauschen von Beständen unter Aquarianern, das Kaufen bei dubiosen Händlern (z.B. schlecht geführte Teichfischabteilungen in manchen Baumärkten) ohne garantierte Herkunftsnachweise und insbesondere das illegale Aussetzen von Fischen, die "gerade nicht mehr gebraucht werden", kann zu erheblichen Faunenverfälschungen und zu einer massiven Gefährdung der oft bedrohten Wildpopulationen führen. Ein großes Gefährdungspotenzial liegt in der Zerstörung der genetischen Identität lokaler, oftmals noch gar nicht erforschter Formen.

 

Hier ist also im Sinne des Fischartenschutzes besondere Vorsicht angesagt!

 

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Hechte im Aquarium (Artenschutzzentrum Ranis) - nichts für Anfänger! Foto: Heiko Brunken.

 

 

 

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