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Wiederansiedlung von Lachs und Meerforelle im oberen Wümmegebiet Autor: Heiko Brunken, 17. November 2013

 

Ein Arten– und Gewässerschutzprojekt der Angelvereine Lauenbrück, Fintel und Westervesede

www.wuemme-meerforelle.de

Leider ist es heute kaum noch bekannt, dass es früher auch in der Wümme Lachse und Meerforellen gab. Bis Anfang des 20. Jahrhundert zogen diese eindrucksvollen Wanderfische jedes Jahr von der Nordsee zum Laichen in die Bäche des oberen Wümmegebietes. Seit aber fast alle unsere Bäche begradigt und ausgebaut wurden, fanden diese Fische keine Laichplätze und geeigneten Lebensräume mehr. Die vor allem im Unterlauf der Wümme errichteten Stauwehre verhinderten vielfach die Laichwanderungen der Fische in die Oberläufe der Bäche. So kam es, dass Lachs und Meerforelle um 1925 im Wümmegebiet ausstarben.

Die Angelvereine Lauenbrück, Fintel und Westervesede haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese vom Aussterben bedrohten Fischarten wieder anzusiedeln. Seit 1982 wurden umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um im oberen Wümmegebiet wieder eine natürliche Meerforellen- und Lachspopulation aufzubauen. Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich dafür ein, dass Wümme, Fintau, Ruschwede und Veerse in Zukunft wieder naturnahe, vielfältige und fischreiche Lachs- und Meerforellenbäche werden!

Bisherige Maßnahmen zur Wiederansiedlung von Lachs und Meerforelle:

 

  • Initialbesatz
  • Erbrütung/Bestandsstützung
  • Wiederherstellung natürlicher Kies-Laichplätze

 

 

Lachs_Entwicklungsstadien
Bildquelle: www.wuemme-meerforelle.de

 

Informationsfaltblatt (Flyer)

Kurzinformation

Übrigens: Die AG freut sich über jede Meerforellen- & Lachs-Fangmeldung aus dem Wümmegebiet und stellt diese auch gerne online!
Bitte mail an: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Der letzte Wümmelachs der ursprünglichen, in den 1920er Jahren ausgestorbenen Wümmepopulation:

Letzter_Wuemmelachs_1925_Gerken_2008
Das Foto stammt aus dem Jahr 1925 und wurde mitgeteilt von Ralf Gerken.
Es wurde aufgenommen von Kurt Brammer (FV Fischerhude-Quelkhorn),
einer der beiden Lachsfänger ist der Großvater seiner Frau.

Inzwischen gibt es nach dem Neubesatz erste Erfolge beim Wiederaufbau einer sich selbst reproduzierenden Lachspopulation im Wümmegebiet. Im Jahr 2011 wurden die ersten Jungfische, die offensichtlich nicht aus Besatz stammen, bei einer Kontrollbefischung gesichtet!

 

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