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Perccottus glenii Dybowski, 1877 - Amur sleeper

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Art-Foto
Armurgrundeln. Foto: Stefan Nehring, Koblenz.
Trivialname:
Amur sleeper, Chinese Sleeper

Taxonomie

  • Unterstamm: Vertebrata
  • Klasse: Actinopterygii
  • Ordnung: Perciformes
  • Familie: Odontobutidae (Sleepers)

Bearbeiter

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Kommentar

Deutsch (DE-CH-AT)

KURZDIAGNOSE
Trotz des Namens gehört die Art nicht zur Familie der Grundeln (Gobiidae) sondern zur Familie der Zahn-Schläfergrundeln (Odontobutidae); daher sind die Bachflossen im Gegensatz zu den "echten" Grundeln nicht zu einer Saugscheibe verwachsen.

Schuppen vorhanden, Seitenlinie fehlt.

Zwei Rückenflossen, die erste (D1) mit 6-8 unverzweigten Strahlen (keine Stacheln), die zweite (D2) mit 2-3 unverzweigten und 8-12 verzweigten Strahlen.

Männchen zur Laichzeit mit buckelförmigem Nackenbereich, Färbung dann dunkel mit grünen Flecken am Körper und den unpaaren Flossen.

Größe bis 25 cm.

(Quelle: Kottelat & Freyhof 2007)

 

ARTBESCHREIBUNG

SCHREIBWEISE: Achtung, die korrekte Schreibweise des wissenschaftlichen Gattungsnamens ist Perccottus (also mit 2x c)! (Nelson 2006, Eschmeyer, Fricke & van der Laan 2016).


Beschreibung
s.o. 

Verbreitung
Natürliche Verbreitung: Nordvietnam, China, Korea, Japan und Russland (nicht im europäischen Teil) (Nelson 2006). Erster belegter Nachweis für freie Gewässer in Deutschland aus dem Charlottenhofer Weihergebiet bei Regensburg im Jahr 2013 (Reshetnikov & Schliewen 2013, Nehring & Steinhof 2015). Neuere Nachweise auch aus einem Gewässersystem der Naab ("Gräben, die Fischzuchten mit der Naab verbinden"), nicht jedoch in der Naab selbst (Quelle: GW-Forum 2015, Username Hecht32; Bestimmung: Username Lotalota) [Anm.: evtl. handelt es sich hierbei um dieselbe Population - Klarstellung erforderlich!]. 

In Europa als Neozoon in Osteuroa (Russland, Finnland, Ukraine, Polen, Weißrussland, Slowakei, Ungarn, Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Moldawien, Romänien, Serbien) lokal verbreitet, zum Teil häufig.

Verbreitung vermutlich über Fischimporte (Karpfen) aus Osteuropa.

Lebensraum
Stehende Gewässer, Seen, Weiher und Teiche und Altwässer mit dichter Unterwasservegetation; meidet fließende Gewässer (Kottelat & Freyhof 2007). Im Naabgebiet in teilweise sehr flachen und kleinen Gräben (GW-Forum 2015) und hier auch in fließenden Gewässern (Siegenbach, Bücherlgraben; Nehring & Steinhof 2015).


Biologie
Laichzeit Mai-Juni bei 15-20 °C Wassertemperatur. Eier werden dicht unter der Wasseroberfläche an Strukturen wie Blätter oder Wurzeln abgelegt. Männchen bewachen Eier und die freischimmenden Larven.

Tolerant gegenüber geringen Sauerstoffkonzentrationen. Kann Austrocknung und Frostzeiten durch Eingraben in den Schlamm überstehen.

Räuberisch; Nahrungsspektrum: Wirbellose, Kaulquappen und Fische.

Kann speziell in kleineren Gewässern zur völligen Vernichtung von Fisch- und Amphibienbeständen führen!

(Kottelat & Freyhof 2007)

Bemerkungen
-

 

WEITERE INFORMATIONEN
Bundesamt für Naturschutz - Neobiota.de

NOBANIS (European Network on Invasive Alien Species)

  

GEFÄHRDUNG UND SCHUTZBESTIMMUNGEN
Invasive Art, von der offensichtlich ein sehr großes Gefährdungspotential für die heimische Fauna ausgeht. Eine weitere Verbreitung der Art sollte daher unbedingt vermieden werden!

 

WEITERFÜHRENDE LITERATUR

Koščo, J., Manko, P., Miklisová, D. & Košuthová, L. (2008): Feeding ecology of invasive Perccottus glenii (Perciformes, Odontobutidae) in Slovakia. - Czech Journal of Animal Science 53(11): 479-486.

Nehring, S. & Steinhof, J. (2014): Frühwarnung - Perccottus glenii in einem offenen Gewässer in Deutschland gefunden / Species alert - Perccottus glenii found in open water of Germany. Bundesamt für Naturschutz & NOBANIS: 3 pp.

Nehring, S. & Steinhof, J. (2015): First records of the invasive Amur sleeper, Perccottus glenii Dybowski, 1877 in German freshwaters: a need for realization of effective management measures to stop the invasion. - BioInvasions Records 4(3): 223-232.

Reshetnikov, A. N. & Schliewen, U. K. (2013): Short communication. First record of the invasive alien fish rotan Perccottus glenii Dybowski, 1877 (Odontobutidae) in the Upper Danube drainage (Bavaria, Germany). - Journal of Applied Ichthyology 29: 1367-1369.

 

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KURZDIAGNOSE

Quelle: ZITAT 

Flossenformel FORMEL
L.l. Anzahl Schuppen ANZAHL
Schlundzähne ANZAHL
Höhen-Längen-Verhältnis HÖHE:LÄNGE (TL)

ARTBESCHREIBUNG

Quelle: Kottelat & Freyhof (2007), Handbook of European Freshwater Fishes [aus dem Englischen übersetzt L. Rennebeck u. K. Plump, AG Fischökologie, Hochschule Bremen]; durchgesehen und redigiert J. Freyhof, 2013.

Beschreibung
Text.

Verbreitung
Text.

Lebensraum
Text.

Biologie
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Bemerkungen
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WEITERE INFORMATIONEN

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GEFÄHRDUNG UND SCHUTZBESTIMMUNGEN

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WEITERFÜHRENDE LITERATUR

Text