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Acipenser oxyrinchus Mitchill, 1815

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Art-Foto
Acipenser oxyrinchus - Baltischer Stör, Foto: Dr. Bernd Stemmer

Taxonomie

  • Unterstamm: Vertebrata
  • Klasse: Actinopterygii
  • Ordnung: Acipenseriformes
  • Familie: Acipenseridae

Bearbeiter

  • Name:
    Martin Engler
  • Institution:
    Hochschule Bremen AG Fischökologie
  • Info:
    Hochschule Bremen AG Fischökologie
  • E-Mail:
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  • Webseite:

Rote Listen

IUCN
Near Threatened(NT)
RL Deutschland Süßwasser (Freyhof 2009)
Ausgestorben oder verschollen(O)

Weitere Attribute

Kommentar

Deutsch (DE-CH-AT)

ARTBESCHREIBUNG
Quelle: Kottelat & Freyhof (2007), Handbook of European Freshwater Fishes [aus dem Englischen übersetzt: M. Engler, AG Fischökologie, Hochschule Bremen]

Beschreibung
Langgestreckter Körperbau mit fünf Reihen von Knochenplatten, wobei sich eine Reihe entlang der dorsalen Mittelline zwischen Kopf und Basis der Rückenflosse (dorsale Knochenplatten); eine halbseitige Reihe an jeder Seite, vom Kopf bis zur Schwanzflosse (laterale Knochenplatten); und eine Reihe an jeder Seite zwischen der Basis der Brustflosse bis hin zur Anfang der Afterflosse (ventrale Knochenplatten) erstreckt. Der Stör besitzt keine Schuppen. Knochenschilde und -platten sind meist bei Juvenilen oder kleinen Adulten stärker ausgeprägt, als bei großen Individuen, bei denen die Knochenstrukturen teilweise unter der Haut versteckt sind.
Der Kopf ist zur Schnauzenspitze hin zugespitzt und besitzt ein unterständiges Maul, welches röhrenförmig ausgestülpt werden kann. Die Schwanzflosse ist heterozerk ausgeprägt.
Kann aufgrund folgender Merkmale von anderen Acipenser in Europa unterschieden werden, dennoch sind nicht alle exklusive Merkmale von Acipenser oxyrinchus:
Acipenser oxyrinchus
besitzt viele rautenförmige Dentikel (kleine Knochenplättchen) zwischen den dorsalen und lateralen Knochenschilden. Es lassen sich eine Reihe von knöchernden Platten im Basisbereich der Afterflossen finden. Entlang des unteren Schwanzstiel-Randes lassen sich 2-4 Knochenplatten finden. Die dorsalen Knochenschilde besitzen eine alveoläre Struktur, die vom Zentrum eines Knochenschildes zu den Rändern hin austrahlt. Bei Individuen bis 900 mm lässt sich zwischen Stirnbein und Scheitelbein eine sachte Fontanelle ausmachen. Zudem ist das erste laterale Knochenschild mit dem Kopf verschmolzen. Acipenser oxyrinchus besitzt lateral 24-40 Knochenschilde in Reihe. Die vier eigenständigen Barteln sitzen an einer Basis halbwegs bzw. mittig zwischen Schnauzenspitze und Mundöffnung oder näher am Mund als zur Schnauzenspitze. Die Barteln sind nicht fransig sondern glatt und rund. Die Bögen der Kiemenreuse besitzen 15-29 Strahlen. Die Unterlippe ist in der Mitte unterbrochen. Der Fisch ist diploid.
Die größte dokumentierte Totallänge des Fisches beträgt 4300 mm. Heutzutage werden jedoch selten mehr als 2000 mm erreicht. 

Verbreitung

In Europa: Ostsee. Vom Land eingeschlossene Populationen in Ladogasee und Onegasee (Russland). Heute jedoch in Europa ausgestorben. Gelegentlich aus Groß-Britannien und der Nordsee (Elbe-Einzugsgebiet) gemeldet. In Nordamerika: Atlantikküste von Labrador bis zum Mississippi-Delta.

Lebensraum
Im Meer, an Küstenzonen und in Ästuaren auf weichem Boden. Zur Laichzeit im Brack- und Süßwasser von Ästuaren und großen Flüssen. Futtersuche häufig im Brackwasser. Lange Wanderungen entlang der Küste.


Biologie
Anadrome Wanderfischart und landumschlossene Poplationen. Im Ladogasee eingeschlossene Population laichte im Juni bis Juli im Fluss Wolchow. Weibchen laichen das erste Mal im Alter zwischen 7-19 Jahren in South Carolina und mit 27-28 im Sankt-Lorenz-Strom. Weibchen laichen nicht jedes Jahr. Ablaichen beginnt im März bis August, wenn Wassertemperaturen 13 °C überschreiten, etwas später in nördlicheren Populationen. Laichwanderungen starten im Herbst und erreichen ihren Höhepunkt im Februar bis März. Individuen wandern im Herbst und überwintern in Flüssen und laichen im Frühjahr ab. Ablaichen in starker Strömung und Auskolkungen großer Flüsse auf kiesig-steinigen Untergrund. Abgelaichte Individuen wandern direkt zurück ins Meer. Juvenile wandern generell während des ersten Sommers in die Äsutare. Einige verlassen Süßwasserhabitate allerdings erst nach 2-4 Jahren. Im Meer ernähren sich die Tiere an einer Vielfalt an Mollusca, Crustacea und kleinen Fischen.

Bemerkungen

Archäologische Funde, Museumsexemplare und genetische Untersuchungen weisen darauf hin, dass diese Spezies die Ostsee vor etwa 1800 Jahren von Nordamerika her besiedelt und vor ca. 800 Jahren Acipenser sturio im baltischen Raum verdrängt hat.
 

 

WEITERE INFORMATIONEN

CITES Identification Guide - Sturgeons and Paddlefish: Guide to the Identification of Sturgeon and Paddlefish. Species Controlled under the Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora - Published by Authority of the Minister of Environment.. Minister of Supply and Services Canada, 2001.

 

GEFÄHRDUNG UND SCHUTZBESTIMMUNGEN
Global nach IUCN Near Threatened (NT), jedoch in Europa durch massive Überfischung, Eindämmung/Querverbauung, Flussregulierung- und Verschmutzung ausgerottet. Die Abnahme der Bestände begann im 19. Jahrhundert, möglicherweisel sogar früher. Letztes nachgewiesenes Individuum in der Ostsee war ein adultes Weibchen mit einer Totallänge von 2900 mm und einem Gewicht von 135 kg, welches 1996 entlang der estnischen Küste gefangen wurde. Letztes adultes Individuum entlang der Küste von Wales wurde 2005 mit einer Totallänge von 2760 mm gefangen. In Nordamerika bisher weniger gefährdet.

 

WEITERFÜHRENDE LITERATUR
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KURZDIAGNOSE

Quelle: ZITAT 

Flossenformel FORMEL
L.l. Anzahl Schuppen ANZAHL
Schlundzähne ANZAHL
Höhen-Längen-Verhältnis HÖHE:LÄNGE (TL)

ARTBESCHREIBUNG

Quelle: Kottelat & Freyhof (2007), Handbook of European Freshwater Fishes [aus dem Englischen übersetzt L. Rennebeck u. K. Plump, AG Fischökologie, Hochschule Bremen]; durchgesehen und redigiert J. Freyhof, 2013.

Beschreibung
Text.

Verbreitung
Text.

Lebensraum
Text.

Biologie
Text. 

Bemerkungen
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WEITERE INFORMATIONEN

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GEFÄHRDUNG UND SCHUTZBESTIMMUNGEN

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WEITERFÜHRENDE LITERATUR

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